Lindsey Stirling Musik

Wirbelwind mit Violine


Lindsey Stirling – Wenn Klassik auf Moderne trifft

Sie ist jung, sie ist anders und sie beherrscht ihr Instrument wie nur wenige Menschen – Lindsey Stirling ist eines der Überraschungstalente des letzten Jahres. Mit ihrem Debütalbum und ihrem eindringlichen Showkonzept ist die junge Amerikanerin auf Erfolgskurs und kommt im Sommer für sechs Termine auch nach Deutschland.

1986 in Orange County, Kalifornien geboren, wuchs Lindsey Stirling in Gilbert, Arizona auf. Bereits im Alter von sechs Jahren begann sie, Violine spielen zu lernen begann. Obwohl sie sich zunächst eher mit klassischen Stücken befasste, luden sie ein paar Freunde ein, eine Rockband zu gründen. Damals war Lindsey 16 Jahre alt. Unter dem Namen „Stomp On Melvin“ spielte die fünfköpfige Band eigene Songs, die eher in Richtung Rock’n’Roll gingen. Daneben begann Lindsey Stirling aber auch damit, ihre ersten eigenen Lieder zu komponieren, wobei sie klassische Violinen-Klänge mit unterschiedlichen Rock-Elementen vermischte. Außerdem nahm sie an diversen nationalen Wettbewerben der unterschiedlichsten Musikkategorien teil. Bei der US-Castingshow „America’s Got Talent“, die ungefähr der deutschen Show „Das Supertalent“ entspricht, schaffte Stirling es sogar bis ins Viertelfinale.
Neben ihrer musikalischen Karriere fand die junge Amerikanerin aber auch noch die Zeit, ein Studium in therapeutischer Entspannung an der Birmingham Young University in Provo abzuschließen und als Kirchenmitglied einen freiwilligen Missionsdienst in New York zu absolvieren. Allerdings zog es Lindsey Stirling nach dieser Zeit wieder zurück nach Arizona, wo sie in der Nähe ihrer Familie lebt und arbeitet.

Ihren Musikstil bezeichnet Lindsey Stirling selbst als „Raverock“. Dabei verbindet sie klassisch anmutendes Violinen-Spiel mit elektronischen Beats, satten Bässen und den Klängen von E-Gitarren, um einen einzigartigen Sound zu kreieren. 2010 veröffentlichte sie ihre erste EP unter dem Namen „Lindsey Stomp“ und startete unter dem gleichen Namen auch einen Youtube-Channel, auf dem sie alle Videos zu ihren Songs veröffentlichte. 2012 folgte dann das erste Debütalbum unter dem schlichten Namen „Lindsey Stirling“, welches in den USA sowohl in den Dance-Charts als auch in den Klassik-Charts unter die Top 3 kam. Auch in Europa stürmte sie mit dem Album die Toplisten und befindet sich aktuell in Österreich auf Platz 1 und in Deutschland auf Platz 4 der CD Charts. Ihr Erfolg hat aber nicht nur etwas mit ihrer außergewöhnlichen Musik zu tun, sondern auch mit der Mühe, die Lindsey Stirling in ihre Shows und Videos investiert. So vollführt die junge Frau mal akrobatische Höchstleistungen in dem Video zur Single „Crystallize“ und lässt unter anderem in „Moon Trance“ als Hommage an Micheal Jacksons „Thriller“-Video die Zombies tanzen. Darüber hinaus hat Lindsey Stirling das Herz tausender Gamer mit Songs wie ihrem Medley für die Spielreihe „The Legend of Zelda“ oder ihrem Score für „Skyrim“ im Sturm erobert und durfte daraufhin auch ein Lied für das Blockbuster-Game des vergangenen Jahres „Assassins Creed III“ schreiben.

Lindsey Stirling beweist eindrucksvoll, dass sich klassische Musik und moderne, digitale Töne nicht gegenseitig ausschließen müssen. Dabei versteht sie es, sich sowohl mit ihrem Sound als auch mit ihren Performances von der Masse abzuheben und sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken zu lassen. Obwohl die junge Künstlerin bereits zu Beginn des Jahres Deutschland einen kurzen Besuch abstattete, haben die Fans der Künstlerin noch einmal im Juni die Chance, die junge Virtuosin unter anderem in Köln, Hamburg und Berlin live zu erleben und sich von ihrer Show begeistern zu lassen.

Lindsey Sterling

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Final Thoughts

Lindsey Sterling

Overall Score 3.6 Lindsey Sterling
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