Film

Warm Bodies


Warm Bodies: Eine etwas andere Liebesgeschichte

Erst waren es die Vampire, im Sommer sind es dann die Aliens, die auf der Suche nach Liebe sind. Um die Wartepause aber zu verkürzen, bekommen nun erst ein Mal die Zombies ihre Chance. In „Warm Bodies“ vom Regisseur Jonathan Levine verliebt sich ein wandelnder Toter in ein junge Blondine, was jede Menge Probleme verursacht.

Worum es geht
Eigentlich hat der Zombie R an seinem Leben nichts auszusetzen. Zusammen mit seinem besten Freund M und seinem Rudel streift der junge Untote durch die leeren Gänge und Straßen eines verlassenen Flughafens. Die Kommunikation wird auf ein Minimum, sprich Grunzlaute, reduziert. Als R eines Tages die hübsche Julie Grigio über den Weg läuft, ändert sich das Leben des Zombies komplett. Er verliebt sich in das Mädchen und will ihr Herz gewinnen. Auch Julie hat Interesse an dem Untoten, obwohl sie herausfindet, dass er ihren Freund getötet und sein Hirn verspeist hat. Doch sowohl Rs Rudel als auch Julies Vater sind gegen die ungleiche Verbindung und wollen alles daran setzten, um das junge Paar auseinanderzubringen und die verfeindete Rasse gleich mit auszurotten.

Zu den Darstellern
Die größte Überraschung in „Warm Bodies“ ist sicherlich Nicholas Hault, der den liebenden Zombie R spielt. Der 23-jährige Brite, der unter anderem als Kind in „About a boy“ eine Glanzleistung ablegte, kann als grunzender, schlurfender Untoter durchaus überzeugen und auch als Zombie gelegentlich sehr witzig sein. An seiner Seite spielt Teresa Palmer die Rolle der Julie. Regelmäßigen Kinobesuchern wird die junge Blondine zuletzt in dem Film „Ich bin Nummer 4“ aufgefallen sein, in dem sie die Alien-Amazone Nummer 6 spielte. In „Warm Bodies“ ist ihre Rolle wesentlich einfacher gestrickt, was aber kaum stört. Denn ihre Schwächen werden durch ihren Film-Vater, Colonel Grigio, wieder ausgeglichen. Dieser wird von niemand geringerem als John Malcovich gespielt, der unter anderem als Bösewicht in „Con Air“, als Nebenfigur in „Beeing John Malcovich“ oder in der Rolle eines fanatischen Regisseurs in „Shadow of the Vampire“ brillieren konnte. Aber auch in „Warm Bodies“ kann er mit seiner schrägen Darstellung des Colonel Grigio überzeugen.

Fazit
Wäre der Film zu einem anderen Zeitpunkt in die Kinos gekommen, hätte „Warm Bodies“ ein großes Publikum sicherlich begeistern und zum Lachen und Schmachten verleiten können. Da er allerdings direkt zwischen Schmuse-Horrorfilmen wie „Twilight“ und „The Host“ anlaufen musste, neigt der Film dazu, von den meisten Kinobesuchern einfach übersehen zu werden. Dabei ist die Portierung der klassischen Romeo-und-Julia-Liebesgeschichte in das postapokalyptische Szenario eigentlich recht sehenswert und witzig. Besonders Nicholas Hault macht als Zombie eine gute Figur, wenn er versucht, für seine Angebetete irgendwie menschlich zu wirken. Und auch seine von Teresa Palmer gespielte Julie ist ein Hingucker, auch wenn ihre Rolle ein wenig aussagekräftiger hätte sein können. Wer sich dieses ungewöhnliche Lustspiel der beiden Jungschauspieler nicht entgehen lassen möchte und darüber hinwegsehen kann, dass die Zombies in diesem Film miteinander reden, Gefühle haben und alles andere als typische Untote sind, für den ist „Warm Bodies“ aber auf jeden Fall eine empfehlenswerte Liebeskomödie.

Warm Bodies

Unterhaltung
Spannung
Action
Spezialeffekte
Final Thoughts

Der Film „Warm Bodies“ kann begeistern, zum Lachen und Schmachten verleiten.

Overall Score 3.8 Warm Bodies
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