Tenacious D Musik

Tenacious D – Ein Angriff auf die Lachmuskeln


Zwei Neuzeit-Barden kehren zurück

Sie sind wieder da – das infernalische Duo Tenacious D ist nach ihrem Deutschlandbesuch vom letzten Jahr wieder auf großer Tour unterwegs. Mit ihrem dritten Studioalbum, das den Titel „Rize of the Fenix“ trägt, kommen die beiden Spaß-Rocker im Sommer auch für drei Termine erneut nach Deutschland und haben dabei nur eine Mission: richtig derbe zu rocken!

Was verbirgt sich hinter Tenacious D
Hinter dem ungewöhnlichen Bandnamen, der von dem Sportbegriff „tenacious defense“, also „Hartnäckige Abwehr“, abstammen soll, stecken die beiden Schauspieler und Musiker Jack Black und Kyle Gass. Die Beiden lernten sich 1994 auf einem Theaterfestival in Schottland kennen, auf dem sie in der selben Theatergruppe spielten. Der damals 16-jährige Jack Black erlernte von dem 24-jährigen Kyle Gass das Gitarrespielen und bewies auch beim Schreiben und Singen von Songs, dass er talentiert war. Dies veranlasste die beiden jungen Männer dazu, sich zu einer Band zusammen zu schließen.

Bei ihrem ersten Liveauftritt 1994 wurden Tenacious D dann von dem amerikanischen Komiker David Cross entdeckt, der ihnen einen kleinen Auftritt in seiner Sendung „The Show“ verschaffte. Das Debüt von Black und Gass kam so gut an, dass die Produzenten der Show die Band für sechs weitere Auftritte verpflichteten, bei denen sie auch eigene Songs spielen konnten. Durch kleine Rollen im Fernsehen erlangten Tenacious D genügend Ansehen, um für mehrere kleine Konzerte in Clubs gebucht zu werden. Bei einem dieser Auftritte im Viper Room in Los Angeles lief ihnen dann Dave Grohl, der frühere Schlagzeuger von Nirvana und Frontmann der Band Foo Fighters über den Weg. Grohl, Black und Gass verstanden sich so gut, dass Tenacious D einen Gastauftritt in dem Foo Fighters Video „Learn to Fly“ bekam. Durch diese Rolle wurden auch andere Musiker auf die Band aufmerksam und engagierten das Duo als Vorband für verschiedene Tourneen.

2001 veröffentlichten Jack Black und Kyle Gass dann ihr Debütalbum, das schlicht den Titel „Tenacious D“ trug. Die meisten Songs waren bereits von den Fernsehauftritten der Band bekannt gewesen, dennoch schaffte es die erste Single „Tribute“ zum meistgesuchten Song des Jahres 2002. Damit hatte sich das Komiker-Musiker-Duo als Band endgültig etabliert.

Ihr Musikstil
Tenacious D verstehen sich als Rock-Band mit Metal-Einflüssen. Allerdings experimentieren Kyle Gass und Jack Black auch gerne beim Schreiben neuer Songs. So ist das Lied „Classico“ beispielsweise ein Medley bekannter klassischer Musikstücke (unter anderem „Für Elise“ und „Eine kleine Nachtmusik“). Bei ihren Texten nehmen Black und Gass kein Blatt vor den Mund und singen expliziet darüber, wie man eine Frau befriedigt oder schmettern theatralische Heldenmythen, in denen sie selber gegen den Teufel antreten. Dabei übernimmt Jack Black die Rolle des Lead-Singers und spielt zusammen mit Kyle Gass Gitarre, der wiederum für die Backround-Vocals zuständig ist. Bei Liveauftritten wird Tenacious D in der Regel von anderen Musikern unterstützt.

Obwohl ihr Name von „tenacious defense“ herrührt, ist Tenacious D im positiven Sinne ein Angriff – und zwar ein Angriff auf den guten Geschmack und die Lachmuskeln. Der Musikstil und besonders die Texte von Tenacious D mögen für manche Hörer infantil wirken, sind dabei aber bewusst provokant und witzig. Jack Black und Kyle Gass verstehen sich darauf, mal ernstere Töne anzuschlagen, nur um im nächsten Moment das Publikum dann wieder zum Lachen zu bringen. Dies brachte und bringt ihnen eine stetig wachsende Fangemeinde ein. In Deutschland werden Tenacious D im August für drei Termine zu sehen sein, nämlich am 13.08. in der Zitadelle in Berlin, am 17.08. am Hockenheimring und am 18.08 in Gelsenkirchen beim Stadion-Festival. Diese Band sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Tenacious D

Tenacious D
Final Thoughts

Tenacious D rocken 2013 auch wieder deutsche Bühnen

Overall Score 3.4 Tenacious D
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