Filmfestspiele 2013 in Cannes Film

Highlights der Filmfestspiele 2013 in Cannes


Wie jedes Jahr zogen auch die diesjährigen Filmfestspiele die Prominenz des internationalen Filmbusiness nach Cannes, um ihre Filme vorzustellen.

Allein die Jury war mit Regisseur Steven Spielberg als Jury-Präsident und Schauspielerinnen beziehungsweise Schauspielern wie Nicole Kidman, Vidya Balan, Christoph Waltz und Daniel Auteuil sowie dem Oscar-prämierten Regisseur Ang Lee hochkarätig besetzt. Auf dem roten Teppich tummelten sich Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio, Uma Thurman, Michael Douglas, Matt Damon, Jessica Biel oder Emma Watson in ihren glamourösen Designer-Outfits. Aber auch eine riesige Schar von Zuschauern lockten die Filmfestspiele in diesem Jahr wieder in die Metropole an der Côte d’Azur. Ein Großteil dieser Zuschauer wollte es seinen Stars in Sachen extravaganter Outfits gleich tun. Frei nach dem Motto “Sehen und gesehen werden” waren viele der Zuschauer ebenso in Designermode gehüllt, die mit verschiedenen edlen Accessoires wie Colliers oder Crystal Bracelets ergänzt wurde.

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Film über eine lesbische Liebe mit goldener Palme ausgezeichnet

Aber wer gehörte nun zu den Gewinnern der Filmfestspiele 2013 in Cannes? “La vie d’Adèle” von dem französischen Regisseur Abdellatif Kechiche setzte sich gegen insgesamt 19 andere Filme innerhalb des offiziellen Wettbewerbs durch und wurde als bester Film ausgezeichnet. Er erzählt die Geschichte einer lesbischen Liebe zwischen einer 15-jährigen Schülerin und einer Kunststudentin. So zeigt der Film, wie die beiden jungen Frauen Adèle und Emma, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammen, sich näher kommen, ein Paar werden und sich im Laufe der Jahre wieder voneinander entfernen.

Allerdings sorgte der annähernd dreistündige Film, für den ein Comic als Vorlage diente, unter anderem durch seine recht expliziten Sex-Szenen für Aufsehen. Trotzdem wurde er als erster Film, der sich mit Homosexualität als zentralem Thema befasst, in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Besondere Brisanz kommt dieser Jury-Entscheidung auch aufgrund der Demonstrationen gegen die Homo-Ehe, die zurzeit in Frankreich stattfinden, zu.

Aber die Auszeichnung von “La vie d’Adèle” als bester Film stellt auch noch in andere Hinsicht eine Premiere dar. So ging der Hauptpreis erstmals in der Geschichte der Filmfestspiele nicht nur an den Regisseur, sondern auch an die Schauspieler. Dementsprechend bekamen auch die 19-jährige Adèle Exarchopoulos und die 27-jährige Léa Seydoux als Hauptdarstellerinnen des Filmes eine Auszeichnung überreicht, über die sie sich sichtlich freuten. Für die beiden Schauspielerinnen war es ebenso wie für den 52-jährigen Regisseur der erste Preis in Cannes.

Weitere Preisträger der Filmfestspiele 2013 in Cannes

Der Große Preis der Jury, der als zweitwichtigster Preis der Filmfestspiele gilt, wurde dem Film der Coen-Brüder “Inside Llewyn Davis” zuerkannt. Für Ethan und Joel Coen war dies bereits die zweite Goldene Palme, nachdem sie schon 1991 für ihren Film “Barton Fink” mit dem begehrten Preis ausgezeichnet wurden. Der Regie-Preis ging in diesem Jahr an den mexikanischen Regisseur Amat Escalante, der die Jury mit seinem Machwerk “Heli” überzeugen konnte. Bérénice Bejo wurde für ihre Rolle in dem Film “Le Passé” des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi als beste Schauspielerin geehrt, während Bruce Dern als bester Schauspieler für seine brillante Leistung in dem Film “Nebraska” des US-Regisseurs Alexander Payne ausgezeichnet wurde.